Unser naechstes Ziel ist Phuket und da wir gerne wieder zelten wuerden versuchen wir uns an Nationalparks zu halten, die meistens Campingplaetze haben.
Vorbei an wunderschoenen, einsamen Straenden fahren wir voller Vorfreude auf den Sirinat-Nationalpark von Phuket zu. Laut Karte und Reisefuehrer sind wir kurze Zeit spaeter dort angekommen und es draengt sich unweigerlich die Frage auf, wie definiert man "Nationalpark"? Wir haben das mal auf Wikipedia nachgeschlagen und hier steht:
"Ein Nationalpark ist ein klar definiertes, ausgedehntes Gebiet, das durch spezielle Maßnahmen vor schädlichen menschlichen Eingriffen und vor Umweltverschmutzung geschützt wird. Meist sind dies Gebiete, die oekologisch besonders wertvoll sind oder über natürliche Schönheit verfügen und im Auftrag einer Regierung verwaltet werden."
Auf unserer Karte ist der Nationalpark klar definiert, das stimmt. Allerdings ist von Nationalpark keine Spur denn im noerdlichen Ende des klar definierten Nationalparks finden wir fast nur Baustellen von namhaften Hotelketten wie z.B. Holiday Inn. Soviel also zum Thema "schaedliche menschliche Eingriffe". Wir suchen weiter und fahren Richtung Sueden, hier geht es nicht weiter, denn der Flughafen ist mitten im "Nationalpark". Soviel also zum Thema "Schutz vor Umweltverschmutzung". Also, einmal aussen rum um den Flughafen. Oh, es kommt ein Tickethaeuschen, hier muss es sein! 1 km Strand, dazu Restaurants, Hotels, Essensstaende, Autos und Motorraeder die ein und aus fahren. Das muss die "natuerliche Schoenheit" und das "ausgedehnte Gebiet" sein von dem gesprochen wird. Zu guter Letzt zelten wir im Garten eines Restaurants und duerfen auch dort duschen. Aber bevor wir uns bei Wikipedia beschweren lesen wir weiter: "Das Naturschutzrecht der verschiedenen Staaten hat daneben eigene Definitionen". Ja, DAS scheint zu stimmen!

Trotzdem geniesen wir den Strand des "Nationalparks" am Morgen und fruehstuecken gemuetlich, gehen baden und fahren erst gegen Mittag los. Wir sind auf einen lockeren Tag eingestellt, denn es sind nur noch 30km bis zum Haus von Eberhard und Natchata, wo wir uns ein paar Tage ausruhen wollen. Wir suchen uns wieder eine Strasse am Strand entlang und werden schnell in die Realitaet zurueck geholt. Wenn uns damals jemand gesagt haette, dass wir auf der Insel Phuket die steilsten Strassen der Reise vorfinden werden, den haetten wir ausgelacht. Aber leider stimmts, nicht mal auf dem tibetischen Hochplateau hatten wir solche Steigungen. Die Tretlager knartsen, der Schweiss laeuft uns in Stroemen von den Gesichtern und ausser einem gelegentlichen "so ne Scheisse!" ist von uns nichts mehr zu hoeren. Steiler geht's nicht! Kurz vor Dunkeltheit, vollkommen am Ende und einen Platten spaeter kommen wir endlich bei Natchata's Tante an und erhalten die Schluessel zum Haus. Ein Traum! Ein tolles Haus, ein tolles Bett und Eberhard hat uns genug Bier in den Kuehlschrank gestellt, dass wir natuerlich nur wegen den Elektrolyten zu uns nehmen.
Ein Nachteil hat die Ankunft hier allerdings: ich bekomme hier die Ersatzkarte fuer meine in China kaputt gegangene Kreditkarte! Bis hier her musste Stepan alles bezahlen, was ich eigentlich ganz ok fand. Fuer Tips und Tricks um diese Strategie fortzufuehren waere ich an dieser Stelle sehr dankbar!

vorheriger Bericht << Aktueller Bericht >> naechster Bericht
 


Comments

marcela
11/05/2010 09:38

Hallo Anne,mein Tip wäre sie dem Opferaltar beizulegen!

Reply



Leave a Reply

    Thailand

    Picture