Bevor wir Bolivien verlassen besuchen wir auf dem Weg nach Peru noch Copacabana, am Titicacasee. Copacabana ist eine Art Wallfahrtsort für Bolivianer und wir treffen mehr bolivianische Touristen als ausländische. Viele Leute aus La Paz und der Umgebung sparen all ihr Geld um dort für mehr Geld, ein Haus, ein Auto, eine großen Garten oder auch einfach nur einen Dr.-Titel zu „bitten“. Damit alle diese Wünsche in Erfüllung gehen muss man in Copacabana einfach nur den Kreuzweg zum San Cristobal hinaufsteigen, dabei jedes Kreuz mit Kieselsteinen bewerfen, oben angekommen von einem der vielen Kioske den gewünschten Gegenstand in Miniaturausgabe oder Fakeversion erwerben und diesen dann entweder mit viel Bier begießen (dabei 50% auf Erde, 50% in Rachen) oder verbrennen. Wenn das so einfach ist, dann machen wir das natürlich auch. Wir kaufen ein dickes Geldbündel EUR Scheine (der Dollar ist uns zu schwach, der Boliviano sowieso) und verbrennen dieses mit Genuss. Jetzt müssen wir zum Glück nie wieder arbeiten! Und weils so viel Spaß macht und wir beim Lesen der deutschen Nachrichten uns meist wundern, was Deutschland für schlimme Probleme hat, erstehen wir zusätzlich noch einen Dr.-Titel der Universität La Paz, den wir unserem Ex-Verteidigungsminister widmen. Hoffentlich hilft das um die Diplome unserer Freunde und Familienmitglieder an der Uni Bayreuth wieder aufzuwerten.
Unsere ersten 3 Wochen in Peru lassen sich ziemlich knapp zusammenfassen:
  • 17. April, Puno: Anne krank (Kopfschmerzen, Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen), wir machen gar nichts
  • 20. April, Cusco: Anne immer noch krank (jetzt auch Fieber), Stepan macht Sightseeing „light“
  • 23. April, Cusco: Anne & Stepan krank (Machu Picchu fällt aus)
  • 26. April, Nasca: das mildere Klima hilft, ein Flug über die    Nazca-Lines ist drin, danach ist uns allerdings schlecht
  • 28. April, Paracas: es geht aufwärts, die Islas Ballestas ein Traum für Vogelfreunde
  • 30. April, Lima: Anne & Stepan bekommen gleichzeitig hohes Fieber, 4 Tage Voll-K.O.
War die Besteigung vielleicht zu viel für unsere Körper? Oder ist es das erste Heimweh das uns allmählich schwächeln lässt? - Auf jeden Fall macht das so irgendwie überhaupt gar keinen Spaß. Sobald wir wieder gerade stehen können setzten wir uns deshalb in den nächsten Bus und fahren wieder in die Anden. Die frische Bergluft wird’s schon richten!

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