Geplante Ankunft in Auckland: der 11.11. Passend zum Faschingsbeginn stellt sich Neuseeland die Frage: Wolle mer se reilasse?
 - Nicht ohne ein Rück- oder Weiterflugticket, erklärt uns die ansonsten sehr nette Dame am Check-In-Schalter in Singapore. Wir hattens so einiges, z.B. 13kg Übergepäck, aber ein Flugticket war da leider nicht dabei. Was macht man also, wenn man innerhalb einer Zeitspanne von 30 min ein Flugticket vorweisen muss? Klar, das gute alte Internet! Internet gibts. Internet incl. PC? - Nein, das gibt es erst vor den Gates. Ohne Boardingpass aber kein Gate und ohne Ticket kein Boardingpass, ohne Internet aber auch kein Ticket - Huhn oder Ei?

Da erscheint genau im richtigen Moment die gute Fee in Form eines netten, britischen Herrn. Wir dürfen seinen Laptop nutzen, mit dem wir dann nach anfänglichen Schwierigkeiten auch das Wifi des Flughafens nutzen können. Innerhalb 10 Min buchen wir bei opodo ein Ticket nach Sydney und hoffen das wir das auch später wieder stornieren können. Die Buchungsbestätigung bekommen wir auch sofort per mail und wird der Airline weitergeleitet, Laptop zurückgegeben und warten, warten, warten....Mittlerweile kümmern sich schon 4 Mitarbeiter der Airline um unseren Fall und halten regen Funkkontakt mit weiteren uns unbekannten Menschen. Zwischenzeitlich kommen die wildesten Gerüchte auf, mal gibt es die gebuchte Flugnummer nicht, dann doch wieder, dann angeblich nicht an dem von uns genannten Tag und unsere Namen erscheinen auch in keinem System. Dann aber kommt doch endlich das ok und wir dürfen an den mittlerweile völlig verwaisten Check-In Schalter.

Bleibt aber leider immer noch ein Problem: Übergpäck! 2x 26kg Fahrradkartons + 18kg Gepäck in Fahrradtaschen + ca. 17kg Handgepäck, bei erlaubten 60kg Gepäck + 14kg Handgepäck. Der Controller unter uns hat natürlich schon längst feinsäuberlich die Übergepäckkosten von 520 Singpaore Dollar ausgerechnet und dem Ingenieur unter uns zur Aufgabenlösung übergeben. In natürlich wesentlich komplizierteren Rechenvorgängen kam der Ingenieur zur naheliegenden Lösung: Lupfen! Einfaches Wort, komplizierter Vorgang: einen Fahrradkarton auf die Waage stellen, dabei so tun als würde man nur aufpassen, dass der Karton nicht umkippt und der hochrote Kopf rein gar nichts mit den sich anspannenden Muskeln im oberen und unteren Armbereich zu tun hat. Dabei natürlich noch lächeln und aufs Zeichen des Controllers warten, der die Anzeige im Visier behält und bei 20kg ein unauffälliges Ok von sich gibt. Danach sich die körperliche Erschöpfung nicht anmerken lassen und der Dame erklären, dass die Kartons identisch sind und sie somit 2x20kg in ihr System eingeben kann. So errechnet, so geplant, so durchgezogen und 520 Dollar gespart. 
Dann dürfen wir endlich nach Neuseeland und kommen dort pünktlich zum Faschingsbeginn ohne weiter Zwischenfälle an.


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