Nach unserer glorreichen Ankunft in Vientiane mit traumhaftem Sonnenuntergang am Mekong entscheiden wir uns fuer eine kleinere Strasse am Mekong entlang und hoffen auf eine wildromantische Weiterreise
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Die Strasse,  wir nennen sie an dieser Stelle mal "Mekong 2" entpuppt sich als Nebenfluss mit "Pfuetzen" die so breit sind wie die ganze Strasse und so lange, dass man das Ende teilweise nicht sehen kann.
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Manchmal haben wir Glueck und erwischen eine Stelle an der das Wasser relativ niedrig und der Untergrund relativ fest ist, des oefteren bleiben wir aber einfach im Schlamm stecken oder tauchen mit Satteltaschen und Fuessen komplett unter Wasser. Die Laoten die an der Strasse wohnen haben aber einen Heidenspass mit uns und egal ob jung, alt, Mann, Frau, Oma oder Kinder - alle, wirklich alle grinsen uns an und kriegen sich gar nicht mehr ein vor Lachen wenn wir uns an ihnen vorbei "kaempfen". Aber alle feuern uns auch kraeftig an, so dass wir es dann doch mit relativ viel Humor nehmen und nach 20 km und 3 Std dann auch wieder auf die geteerte Hauptstrasse abbiegen koennen.

Voellig verdreckt und kurz vor Sonnenuntergang kommen wir schliesslich in Ban Na an. Das Dorf hatte vor einigen Jahren Zuckerrohr angepflanzt, da dies mehr Gewinn bringt als Reis oder Gemuese. Leider aber fand eine wilde Elephantenherde aus dem angrenzenden Nationalpark das Zuckerrohr so lecker, dass sie die gesamte Ernte zerstoert haben. Das Dorf beschloss also doch wieder Reis anzupflanzen, in der Hoffnung, dass die Elephanten dann wieder zurueck in die Berge ziehen. Das hat aber leider nicht funktioniert und deshalb hat man beschlossen einen Beobachtungsturm zu bauen und Touristen dorthin zu fuehren. Das bringt mehr Geld als Zuckerrohr und alle sind gluecklich und zufrieden. Wir uebernachten also mit 2 Jungs aus dem Dorf in dem Turm und warten ob die Elefanten kommen. Leider kamen keine Elefanten, dafuer aber jede Menge anderes Viechzeuch wie farbige Geckos, gepunktete Grashuepfer, gruene Stabheuschrecken und jede Menge fiese Moskitos. Schoen wars aber trotzdem.

Danach machen wir noch einen Umweg in Richtung Osten, weil die Gegend dort sehr schoen sein soll. Leider regnet es 4 Tage fast non-stop und unsere Fuesse nehmen einen sehr bedenklichen weissen Schrumpelzustand ein, der auch nachts nicht wirklich viel Veraenderung zeigt.  Gluecklicherweise hoert der Regen auf bevor wir wieder auf eine ungeteerte Strasse treffen, denn noch eine Schlammschlacht muss nun wirklich nicht sein.
In LakSao, kurz vor der vietnamesischen Grenze laden uns ausgerechnet Chinesen zum Essen ein und plaudern ein paar Bier spaeter auch ein bisschen aus dem Naehkaestchen. Erst stellen sie sich uns als "Touristen" vor, dann aber kommt doch raus, dass sie auf Holzsuche sind. In Laos wird Mahagoni billig eingekauft um dann in China zu Tischen verarbeitet zu werden wofuer reiche Chinesen mindestens 6000 EUR bezahlen. Nur leider sind die laotischen Holzvorraete mittlerweile auch schon so limitiert, dass es wohl erst in 6 Jahren wieder genug Holz fuer die Chinesen geben wird.  Arme Chinesen!
Wir drehen nach LakSao wieder suedlich ab, nachdem uns ein franzoesischer Motorcross Verleiher aus Vientiane versichert hatte, dass nur die ersten 20 km Schotterpiste sind und dann wieder Teer kommt.  Aus 20km wurden 85km und Schotter war auch nicht gerade der richtige Begriff, denn die Strasse war entweder extrem schlammig, mit holprigen Steinen uebersaet oder bestand aus so vielen Schlagloechern das selbst fuer einen Radfahrer kein Umfahren moeglich war. Trotzdem kommen wir irgendwie in Savannakhet an und sind uns einig: eigentlich sind die geteerten Hauptstrassen doch auch ganz nett!

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