Aus Tashi-delek wird Sabadiiii, aus steamed rice wird sticky rice, aus Betonhaeusern werden Holz und Bambushaeuser, aus QQ wird Skype, aus Laowei wird Falang, aus Yak wird Wasserbueffel und somit aus dem Yakburger der Wasserbueffelburger und aus Raider wird jetzt Twix, sonst aendert sich nix! Aeh, nein! Hier ist so einiges anders als in China, der Unterschied ist deutlich zu sehen und zu spueren und Twix gibts weder hier noch da. Das ganze Land ist viel ruhiger und langsamer. Die Menschen, der Verkehr und wie es scheint auch die Tiere. Wir freuen uns, dass hier alles viel sauberer ist und geniesen es von den Menschen angelacht zu werden. In den Doerfern durch die wir fahren wird uns wieder von allen Seiten zugewunken und die Kinder rufen von ueberall laut Sabaidiiiiiiiii, manchmal auch nur Badiiii oder nur Sabai, das nehmen die hier nicht so genau. Die Jungs stellen sich am Strassenrand auf wenn sie uns von weitem sehen und wollen einschlagen, waehrend die Maedchen lieber winken oder unser Blumen hinhalten, die wir dann waehrend der Fahrt greifen koennen. Ueberhaupt sind wir ueberrascht wieviele Kinder dieses Land hat, in jedem noch so kleinen Dorf scheint es mindestens 5 mal so viele Kinder wie Erwachsene zu geben. Neben den tollen Menschen hier geniesen wir auch das Essen bzw die Abwechslung zum chinesischen Essen und da wir hier nicht so lange Etappen ohne Staedte/Doerfer fahren muessen gibt es auch nur noch selten Instantnudeln, die uns mittlerweile nun wirklich zu den Ohren raus kommen. An jeder Ecke gibt es Fruechte und Frucht-Shakes, wenn wir also nicht an Malaria oder Dengue Fieber hier sterben, dann koennte uns vielleicht eine Vitamin-Vergiftung treffen (vor allem Stepan, der ja an einer schweren Vitamin-Allergie leidet!)

Von der Grenze aus sind wir erstmal nach LuangNamtha gefahren um uns ein bisschen von der Hetzerei in China zu erholen und haben dort unsere erste richtige Touri-Tour gemacht: eine Wanderung durch den Nationalpark mit Kochen im Dschungel und Botanikkunde. Wir koennen das aber mit unserem Gewissen vereinbaren, da hier grosser Wert auf Eco-Tourism gelegt wird. Will heissen, dass die ethnischen Minderheiten durch dessen Doerfer man laeuft einen grossen Teil der Geldes bekommen um Brunnen und Schulen zu bauen. Ausserdem werden die Einheimischen Fuehrer so haeufig gewechselt, damit jeder nur max. einmal im Monat eine Fuehrung machen kann um zum einen die Einnahmen gerecht zu verteilen und zum anderen die Menschen nicht vom Tourismus abhaengig zu machen. Obwohl der Ort relativ klein und mit “wenigen” Touristen belagert ist, fuehlen wir uns ueberfordert nach der langen Einsamkeit und dem seltenen Kontakt mit anderen “Westlern”. Uns ist zwar klar, dass, je weiter suedlich wir kommen, der Tourismus zunehmen wird, aber noch sind wir nicht bereit dazu. Wir beschliessen also nicht die “Jeder-in-Laos-macht-das” Bootsfahrt auf dem Mekong zu machen und lieber weiter nordoestlich auf dem kleineren NamOu eine kuerzere Bootsfahrt zu machen, bei der auch Einheimische mitfahren. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt denn schon der Weg dorthin war wunderschoen.

Was uns definitiv von den “normalen” Touristen unterscheidet ist, dass wir den Regen sehnsuechtig erwarten, der von 39 Grad wenigstens auf 32 runterkuehlt. Waehrend alle anderen etwas zum unterstellen suchen geniesen wir den Regen und fahren einfach weiter. Nach so vielen Tagen ohne Dusche in China bekommen wir so mindestens 2 am Tag , das lassen wir uns nicht entgehen! Wir stellen aber fest, dass wir mit Schlafsaecken bis  minus 15 Grad nichts anfangen koennen und auch warme Fleecejacken oder Skiunterwaesche nicht wirklich Laos tauglich sind. Also schicken wir fast 11 kg warme Sachen nach Singapore und freuen uns wie schnell wir ploetzlich vorwaerts kommen.

Nach der Bootsfahrt fahren wir nach Luang Prabang, eine Weltkulturstadt. Zu Recht! Hier gibt es sehr viele Wats und Stupas zu sehen, die Haeuser sind meist noch aus der franzoesischen Kolonialzeit und relativ gut erhalten und das Beste: die Luang Prabang Bratwurst! (fuer die Bestellung "3 im Weggla" ernten wir aber leider nur verstaendnislose Blicke, dabei haett ich schwoern koennen wir sind in Nemberch!)

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Comments

08/16/2010 10:55

Wow! Ich hab mich echt gefreut über die neuen Reiseberichte von euch und natürlich auch über die genialen Bilder.
Wer euch um dieses Abenteuer nicht beneidet, hat aufgehört zu leben!

Wenn ihr wieder zu Hause seid, lade ich euch auf ein BBQ ein. Aber ich will Bilder und Filme sehen!!!

Grüße aus Franken
Marco

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Gábor
09/03/2010 11:14

Hmmm, this LaoLao looks really good! :)

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