Wir radeln mit einem mulmigen Gefuehl los. Der Plan war moeglichst schnell Osh hinter uns zu bringen, weil uns danach nur noch Pampa erwartet, in der wir bestimmt auch bei Unruhen sicher sein werden. Als wir an der Grenze ankommen ist es schon 12 Uhr. Viel spaeter als eigentlich geplant.t angekommen sagen uns die Grenzsoldaten, dass die Grenze zu ist.agen wie "seit wann?", "wie lange?", "warum?" gibt uns keiner Antwort. Also warten wir erst mal, viel anderes bleibt uns ja auch nicht uebrig. Wir warten 1 Stunde, 2 Stunden, 3 Stunden. Ploetzlich fallen Schuesse! Alle Grenzsoldaten sprinten ueber's Gelaende und unser mulmiges Gefuehl verwandelt sich in Adrenalin, vielleicht auch eher Angst. Wir gehen davon aus, dass wir es jetzt vergessen koennen nach Kirgistan rein zu kommen. Wir haben aber nur noch 2 Tage Visum fuer Usbekistan. Am Telefon mit der deutschen Botschaft in Tashkent sagt uns der Generalkonsulat, dass es wohl am besten waere nach Tashkent zurueck zu kommen und dann ueber Kasachstan auszureisen. Waehrend wir noch telefonieren geht die Grenze ploetzlcih auf. Nicht fuer alle, aber Auslaender duerfen jetzt durch. An beiden Grenzposten (Usbekistan und Kirgistan) dauert es ewig bis wir weiter koennen. Jeder Grenzsoldat will die Raeder sehen und wissen was wir machen, woher wir kommen und so weiter. Waehrend alle anderen Auslaender Taschen und Gepaeck durch's Roentgengeraet schieben muessen wird bei uns nur der Pass gestempelt, weil alle einfach viel zu neugierig sind und dabei vollkommen vergessen uns zu ueberpruefen. Die Schuesse haben nichts zu bedeuten sagen uns vile und wir hoffen einfach mal, dass das stimmt.
Als wir dann endlich weiterradeln koennen ist es schon 16 Uhr. Wir hatten zwar nichts gegessen seit 9 Stunden aber das Adrenalin schiebt uns im Eiltempo durch Osh.
Da es neben den Strassen sehr besiedelt ist koennen wir kein ruhiges Plaetzchen finden um unser Zelt aufzuschlagen. Also fragen wir in einem Restaurant und koennen schliesslich unser Zelt dahinter im Garten aufschlagen. Die Besitzerin wollte dafuer noch nicht mal Geld, obwohl wir ihr das ganze Gras fuer's Heu platt gelegen und getrampelt haben.
Jetzt fuehlen wir uns sicher und haben keine Bedenken mehr durch Kirgistan zu radeln.

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