Wir blaettern erstmal ein wenig im Reisefuehrer um mehr ueber die Qinghai Provinz zu erfahren. Rubrik kulinarische Koestlichkeiten: Gerichte mit Hammelfleisch. NEEEEIIINNNNN!!!!

Ein paar Meter schon nach Mangya sieht ploetzlich alles wieder aus wie vorher in der Wueste. Ein Blick in die Karte verraet uns, dass wir zwar die Takklamakan Wueste hinter uns gelassen haben, jetzt aber in der Chaidamu-Wueste angekommen sind. Schon wieder Wueste, Sand, Eintoenigkeit und zu guter Letzt schon wieder Gegenwind! Sepp Herberger haett's bestimmt gewusst: nach der Wueste ist vor der Wueste! Und nach dem Hammel ist vor dem Hammel! 

In der Ferne sieht man wie die Strasse eine langezogene 90 Grad Kurve macht, also muesste der Gegenwind ja bald weg sein. Stimmt auch, nach 15 km haben wir Seitenwind. Anstatt im 90 Grad Winkel zur Strasse zu fahren, fahren wir jetzt im 70 Grad Winkel. Bei jedem LKW muessen wir anhalten, weil durch den ploetzlichen Wegfall des Seitenwindes wir immer eine Kurve Richtung LKW fahren wuerden. Am Nachmittag stecken wir mal wieder mitten im Sandsturm. Nur das wir diesmal leider noch kein Zelt aufgebaut hatten. Zum Glueck war der naechste Ort nur 5 km entfernt, aber das hat gereicht um voellig fertig zu sein. Der Sand hat uns so dermassen ins Gesicht gepeitscht, dass es sich anfuehlt wie tausende Nadelstiche.

Zum Glueck haelt die Windrichtung aber an, so dass wir am Ende der 90 Grad Kurve die sich ueber etwa 30km hingezogen hatte endlich Rueckenwind haben. Nicht lange danach zweigt eine super neue Strasse Richtung Golmud ab, so dass wir auf dem neuen Teer und den Wind im Ruecken Richtung Golmud geblasen werden. Ohne viel zu tun fahren wir 170km am Tag. Abends kommen wir in Weitumuren an und fragen die Verkehrspolizei die gerade LKWs kontrolliert wo die naechste Unterkunft ist. Ziemlich bestimmt wird uns erklaert, dass wir heute nicht mehr weiterfahren sollen, eine Unterkunft gibt es aber auch nicht, also sollen wir in einem Raum der Polizei uebernachten. Der Polizist zeigt uns wo wir essen koennen, seine non-stop strickende Ehefrau bringt uns warmes Wasser und zeigt uns die oertliche "Toilette" (3 Loecher im Boden). Geld will niemand von uns haben und so schlafen wir umsonst in 2 bequemen Betten des chinesischen Staates. 

1,5 Tage spaeter kommen wir in Golmud an. Hier gibt es zwar ein Hotel neben dem naechsten aber angeblich sind alle ausgebucht. Wir klappern eins nach dem anderen ab bis uns dann eines nimmt, dass auch noch das guenstigste ist was wir je hatten. In Golmud konnten wir unsere Visum verlaengern, was gluecklicherweise auch problemlos funktioniert hat. Jetzt sind wir 2,5 Tage hier und geniessen Essen, Duschen, Betten, Massagen und die Moeglichkeit ins Internet zu gehen. Auch unser Paket aus Deutschland mit neuen Bremskloetzen ist rechtzeitig angekommen, so dass wir jetzt auch wieder richtig bremsen koennen. Morgen geht's weiter, dann auch hoffentlich wieder mit Bergen und ohne Sand.

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Comments

denis
06/06/2010 14:10

jste absolutní frajeři!!! forever!!!

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Thomas
06/09/2010 11:45

Cooler Bericht. Weiterhin gute Fahrt und passt auf euch auf. Hammelfleisch ist doch lecker und es gibt soooo viele Gerichte damit... ;-)

Liebe Grüße,
Thomas K.

P.S. Bin ab August wieder in Suzhou, falls ihr dann noch da seid lade ich euch auch gerne zum Essen ein (kenn' da ein gutes Xinjiang Restaurant... ;-) )

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jerry
06/14/2010 06:08

Cus picus,
no tak kolik mate v nohou?????
vypada to slusne, ta se drzte JERRY

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Benni
06/14/2010 13:53

Schee!
weiter so fleißig berichten!
Beste Grüße!

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